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Arbeiten von Andreas von Weizsäcker im Kunstverein Bamberg

Andreas von Weiszäcker, Schadenszeichen, 1996, handgeschöpftes Papier, Stoff bedruckt, Foto Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn
Andreas von Weiszäcker, Schadenszeichen, 1996, handgeschöpftes Papier, Stoff bedruckt, Foto Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn

Das Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds verleiht vier raumgreifende Installation Andreas von Weizsäckers an den Kunstverein Bamberg. Die Arbeiten werden im Rahmen der Ausstellung „Papier“ ab dem 24. April 2021 in der Stadtgalerie Villa Dessauer zu sehen sein. 

Bei der Leihgabe handelt es sich u.a. um das 1996 entstandene Werk „Schadenszeichen“: Es besteht aus vier fragmentierten Löwenköpfen, die Weizsäcker als Abdrücke der Quadriga des Münchener Siegestores aus handgeschöpftem Papier gefertigt hat. Sie werden gemeinsam mit dem gedruckten Aufmaß des Siegestores ausgestellt, in dem die Beschädigungen aus zwei Weltkriegen und vielen Jahrzehnten Standdauer verzeichnet sind.

Für das fragile Werk aus Papier stellt das Künstlerarchiv dem Kunstverein detaillierte Handlungsanweisungen zur Handhabung zur Verfügung. Formuliert wurden diese von Ulrike Förster im Rahmen ihres Bachelorprojekts am Institut für Restaurierungswissenschaften der TH Köln. Sie erarbeitete darüber hinaus Strategien zur Werkerhaltung, die seitens des Archivs umgesetzt wurden.

Andreas von Weizsäcker (1956-2008) beschäftigte sich in all seinen Werken mit den Ebenen historischer Aufladung und Erinnerungskultur. Weitere Arbeiten, die aus dem Künstlerarchiv nach Bamberg verliehen werden, sind „Chor“, „Gezeiten“ und „Soll und Haben“. Der Münchner Bildhauer formte dafür Alltagsobjekte, historische Spuren und Bau-Monumente aus handgeschöpften Papieren als leere Hülle ab. Die Leere blieb dabei als Hinweis auf das künstlerische Hinterfragen der mit gewichtigen Inhalten aufgeladenen Vorlagen zurück. 

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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