Neuaufnahme: Der Vorlass von Beate Passow

Beate Passow (*1945) übergab 2025 Teile ihres künstlerischen Vorlasses an das Künstler:innenarchiv der Stiftung Kunstfonds. Die Installations- und Fotokünstlerin setzt sich in ihren Werken vorrangig mit historischen und politischen Themen auseinander. Über die Aufnahme entschied der Stiftungsrat des Kunstfonds auf Empfehlung der Kommission zur Aufnahme von Künstler:innennachlässen.
Für ihre Kunst recherchiert Beate Passow in Archiven, sammelt dokumentarische Fundstücke und sucht Kontakt und Austausch mit Menschen, die Gewalterfahrung gemacht haben. Die Ergebnisse ihrer Recherchen inszeniert sie in fotografischen Serien, Objektkästen sowie in Installationen und Interventionen im städtischen Raum. Seit einigen Jahren gehören auch Tapisserien und Stickarbeiten zu den von ihr verwendeten Medien.
Ein künstlerischer Fokus liegt auf der Sichtbarmachung der Spuren des Nationalsozialismus und des Rechtsextremismus, insbesondere der 1990er Jahre. Darüber hinaus befasst sich die in München lebende Künstlerin mit Themen wie Freiheitsbeschränkungen und Menschenrechtsverletzungen und zeigt dabei Formen des Aufbegehrens gegen Unrecht und Gewalt auf.
Das Werk von Beate Passow wurde vielfach national und international ausgestellt. 2017 erhielt sie den Gabriele-Münter-Preis. Im April 2025 wurde sie mit dem Aufenthaltsstipendium der Villa Concordia in Bamberg ausgezeichnet, wo sie noch bis März 2026 arbeiten wird.
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