Kati Gausmann erhält den Förderpreis „Valerie und Prof. Kurt M. Schulz-Schönhausen“ 2023

PRESSEMITTEILUNG.
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt herausragende künstlerische Leistung im Bereich Grafik oder Malerei und wird von der Stiftung Kunstfonds zum sechsten Mal vergeben.
Die Künstlerin Kati Gausmann ist fasziniert von geologischen Prozessen und von der Tatsache, wie wenig wir von den Erdbewegungen spüren, in die wir doch unausweichlich eingebunden sind. Um deren Rhythmen und Spuren zu erforschen und sichtbar zu machen, kombiniert sie naturwissenschaftliche Recherchen mit künstlerischen Expeditionen und Feldstudien. Dabei verbindet sie zeichnerisches, skulpturales, installatives und performatives Handeln.
Ein Beispiel für ihre forschende künstlerische Praxis ist die Serie „drift“, in der die Künstlerin seit 2013 zum geologischen Prozess der Plattentektonik arbeitet, vorwiegend auf Island und direkt in Zonen auseinanderdriftender Kontinentalplatten. Die Serie „mountain print“ führt die Künstlerin seit 2014 regelmäßig an die isländischen Ostfjorde und in die spanischen Hochpyrenäen. Hier prallen Kontinentalplatten aufeinander und mächtige Faltengebirge zeugen von der Kraft der Erdverschiebungen. Gausmann macht die Spuren dieser kraftvollen Bewegungen mittels unterschiedlicher Techniken sichtbar. Es entstehen u.a. Latexabformungen, die sie als Druckstock und als Installationsobjekt verwendet.
In der Serie „nordlicht“ (2007-2010) folgte Gausmann in Nordnorwegen und zur Zeit der Mitternachtssonne zeichnend den Schattenverläufen und machte so Spuren der täglichen Rotation der Erde um ihre eigene Achse sichtbar. Aber auch Stadt- und Flusslandschaften interessieren die Künstlerin. In der Serie „aha“ beschäftigte sich Kati Gausmann 2015 mit dem Flusslauf der Hase und übertrug diesen mittels einer 360 Meter langen Schablone grafisch in die Hasestraße der Osnabrücker Innenstadt.
Kati Gausmann ist diplomierte Designerin und Bildhauerin. Sie absolvierte ein interdisziplinäres Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und war dort Meisterschülerin bei Prof. Inge Mahn und Prof. Karin Sander. Sie ist Gründungsmitglied der Künstlerinnengruppe msk7. Während ihrer langjährigen künstlerischen Karriere nahm sie an zahlreichen Ausstellungen und Residenzprogrammen teil u.a. in Island, Norwegen, Polen, Südkorea und Spanien.
Der Preis ist benannt nach dem Ehepaar Schulz-Schönhausen. Prof. Kurt M. Schulz-Schönhausen (1922-1999) war ein deutscher Maler und Grafiker, der ab 1957 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach lehrte. Sein künstlerischer Nachlass befindet sich im Künstler:innenarchiv der Stiftung Kunstfonds. Valerie Schulz-Schönhausen war Journalistin und hat sich zeitlebens für Künstler:innen engagiert. Sie stiftet den "Förderpreis Valerie und Prof. Kurt M. Schulz-Schönhausen" und hat die Stiftung Kunstfonds mit der Vergabe betraut.
Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird jährlich aus den bei der Stiftung Kunstfonds eingegangenen Stipendien-Bewerbungen ausgewählt, bei dieser Vergabe aus den eingegangenen Bewerbungen für das NEUSTARTplus-Stipendium. Die Jury bestand aus den Mitgliedern des Kuratoriums der Stiftung Kunstfonds. Am Auswahlverfahren beratend beteiligt war Dr. Gabriele Koschatzky,
Für weitere Informationen und Pressebilder stehen wir gern zur Verfügung.
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