Doris Kaiser, * 1958 in Trier, lebt in Grefrath und Krefeld

Die Bildhauerin Doris Kaiser erforscht in ihren reduzierten Arbeiten den Dialog zwischen Material und Form. Die Materialität,die häufig aus natürlichen Werkstoffen wie Gips und Ton besteht, wird dabei als ästhetisches Mittel eingesetzt.
Zeichnerische Linearität und Feinheiten in der Oberflächenbehandlung loten die Grenzen zwischen Innen und Außen aus oder stellen Bezüge zu architektonischen Strukturen her. Die Verwendung des natürlichen Werkstoffs Ton, der von Menschen schon seit Urzeiten verarbeitet wird, ist Teil ihres künstlerischen Konzeptes: als plastisches Rohmaterial geformt und im Brand verfestigt, ungebrannt als lineare Spur oder als Farbauftrag mit malerischem Duktus.
Ausgangspunkt ihrer plastischen und skulpturalen Setzungen sind Beobachtungen innerhalb gebauter, räumlicher Umgebungen, durch die wir uns alltäglich bewegen. Aus Sicht der Künstlerin definiert sich Raum erst durch die Beziehungen der Dinge zueinander. Aus diesen Reflexionen entstehen vielschichtige Wandreliefs und Bodenarbeiten, die zwischen konkreter Anschauung und Empfindung vermitteln. Zeichnungen und fotografische Arbeiten, in denen Doris Kaiser die Formkraft der Natur in den Fokus rückt, erweitern ihren Ansatz.
Vita
Doris Kaiser studierte an der Ecole des Arts et Métiers Luxemburg und an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Ihre Werke sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten und waren u. a. in der Einzelausstellung „materials matter“ im Kunstforum Solothurn (2023) und in Gruppenausstellungen u. a. im Haus Lange und Haus Esters in Krefeld und im Roentgen-Museum Neuwied zu sehen.