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Erklärung der Bundeskulturfonds


Die Kunst hält durch! 
4.000 Förderungen – 15.000 Anträge – Förderbedarf unverändert hoch 

Nach nur fünf Monaten des BKM-Programms NEUSTART KULTUR haben die sechs Bundeskulturfonds – der Deutsche Literaturfonds, die Stiftung Kunstfonds, der Fonds Soziokultur, der Fonds Darstellende Künste, der Deutsche Übersetzerfonds und der Musikfonds – bereits 15.000 Anträge begutachtet und 4.000 Förderungen für Stipendien und Kunst- und Kulturprojekte ermöglicht. Da noch weitere Ausschreibungen folgen, rechnet die Arbeitsgemeinschaft der Bundeskulturfonds mit noch deutlich mehr Anträgen und Förderungen bis Ende 2021. Hinter diesen Zahlen steht ein Vielfaches an beteiligten meist freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten, die in ganz Deutschland den Erhalt, den Zugang und die Weiterentwicklung von Kultur garantieren.

Für die international hoch geschätzte freie Kunstszene sind die Bundeskulturfonds seit jeher wichtige Partner zur Realisierung bundesweit relevanter Projekte. Sie sorgen für den Erhalt der einmaligen Vielfalt unserer heimischen Kulturszene. Die Corona-Krise hat vor Augen geführt, wie fragil diese freie Szene ist, weil sie in der pandemischen Ausnahmesituation nicht auf institutionelle Förderung und soziale Absicherung zurückgreifen kann. Die Gefahr, dass viele Künstlerinnen und Künstler wegen der notwendigen Eindämmungsmaßnahmen ihre Profession aufgeben müssen, ist sehr groß.

In dieser Situation sind die Bundeskulturfonds wichtige Akteure zwischen der Kulturpolitik des Bundes und den Künstlerinnen und Künstlern. NEUSTART KULTUR bestätigt, auch durch seine hohe Resonanz, diese Verantwortung der Bundeskulturfonds für eine lebendige Kulturlandschaft. Rund 150 Millionen Euro, mehr als das 10-fache ihres vorherigen Budgets, haben die Bundeskulturfonds schnell und ihren Profilen entsprechend spartenspezifisch zur Verwirklichung künstlerischen Arbeitens weitergegeben.   

Die Bundeskulturfonds treten dafür ein, auch in Zukunft als Partner des Bundes eine stabile und attraktive Infrastruktur für eine freie bedeutende Kulturszene zu gewährleisten. Hierfür gilt es, die Bundeskulturfonds stärker zu profilieren und sie angemessen auszurichten. Ein nachhaltiges, dreijähriges Impulsprogramm – 50 Millionen für die Fonds – ab 2021 würde den Übergang in die Post-Corona-Zeit für die Künstlerinnen und Künstler abfedern und der Kunst eine wichtige Basis sichern.

Die Bundeskulturfonds sind autonome Fördereinrichtungen, getragen von bundesweit engagierten Kunst- und Kulturverbänden, und werden finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

17. November 2020

AG Bundeskulturfonds

Ansprechpartner:
Dr. Karin Lingl, Sprecherin der AG, Stiftung Kunstfonds, klingl@kunstfonds.de
Jürgen Jakob Becker, Deutscher Übersetzerfonds, becker@lcb.de
Holger Bergmann, Fonds Darstellende Künste, holger.bergmann@fonds-daku.de
Mechthild Eickhoff, Fonds Soziokultur, eickhoff@fonds-soziokultur.de
Gregor Hotz, Musikfonds, hotz@musikfonds.de
Prof. Dr. Gunther Nickel, nickel@deutscher-literaturfonds.de

Hier finden Sie die Erklärung zum Download.

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