Anna schimkat, * 1974 in Darmstadt, lebt in Mainz und Leipzig

Anna Schimkat entwickelt ihre Arbeiten an der Grenze zwischen Skulptur und Klang. Ob als Performance oder Installation, im jeweiligen Kontext untersucht sie Abläufe, Ursachen und Gesetzmäßigkeiten unserer hörbaren Wirklichkeit.
Die Künstlerin interessiert sich dabei für die Klangwelten, die uns alltäglich umgeben und die sich aus Tönen zusammensetzen, wie sie in der Natur, der Stadt oder der Industrie zu finden sind. Ob Klingen, Surren, Klacken, Krachen oder Brummen: Des jeweilig gefundenen Tons und seines Rhythmus nimmt sich Anna Schimkat spielerisch und forschend an, er wird für sie zur Inspiration und zum Material.
Bei der Installation „Note Sensible“ aus dem Jahr 2018 wurden vier originalgetreue Ampelleitsystemanlagen für sehbehinderte Menschen an Gerüststangen montiert und im Raum verteilt. An jeder Stange lädt eine rote Taste zur Interaktion ein: Drückt man auf die Taste, ertönt ein Signal. Ist es der Ton, den man von herkömmlichen Ampelsystemen her kennt? Oder sind hier andere Klangspuren zu hören? Was passiert, wenn alle roten Tasten gleichzeitig gedrückt werden? Probieren Sie es aus!
Vita
Nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin studierte Anna Schimkat an der Bauhaus Universität in Weimar sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Ihre Arbeiten und Live-Performances waren bereits vielfach zu hören und zu sehen, wie u. a. bei dem Projekt „Immersive Sounds“ im Festspielhaus Hellerau, Dresden, oder „Passage“ im Deutschen Haus der NYU in New York City sowie in zahlreichen weiteren Einzelpräsentationen und Gruppenausstellungen.