Künstlergruppen (auch projektbezogene freie Gruppen), Kunstvereine, Artotheken, Galerien, Museen und Organisatoren künstlerischer Projekte können sich für eine Förderung von Ausstellungen oder Publikationen bewerben, bildende Künstler:innen für einen Katalogzuschuss. Voraussetzung für eine Förderung ist die bundesweite Bedeutung und der Modellcharakter der Projekte. Die Förderung von Wettbewerben ist ausgeschlossen.

Nächster Bewerbungsschluss: 30. Juni 2021

Förderzeitraum: 1.1. bis 31.12.2022

B1
Ausstellungen/Projekte zur zeitgenössischen bildenden Kunst mit nationalem Schwerpunkt

Künstlergruppen (auch projektbezogene freie Gruppen), Kunstvereine, Artotheken, Galerien, Museen und Organisatoren künstlerischer Projekte in Deutschland können Zuschüsse für modellhafte und überregional bedeutsame Ausstellungen/Projekte in Deutschland von vorwiegend deutschen bzw. dauerhaft in Deutschland lebenden bildenden Künstler:innen beantragen.

Finanziert werden bis zu 35.000 Euro. Ein Eigenanteil von 25% ist erforderlich.
Investive Ausgaben einer Einrichtung sowie Eigenhonorare werden nicht bezuschusst.

B2
Erstausstellungen von qualifizierten bildenden Einzelkünstler:innen

Deutsche Ausstellungshäuser von überregionaler Bedeutung können einen finanziellen Zuschuss von bis zu  25.000 Euro für die erste größere Einzelausstellung von in Deutschland lebenden bildenden Künstler:innen beantragen. Der erforderliche Eigenanteil beträgt 10%.
Investive Ausgaben einer Einrichtung sowie Eigenhonorare werden nicht bezuschusst.

B3
Publikationen und Dokumentationen zur zeitgenössischen bildenden Kunst mit nationalem Schwerpunkt

Künstlergruppen (auch projektbezogene freie Gruppen), Kunstvereine, Artotheken, Galerien, Museen, Verlage und Organisatoren künstlerischer Projekte in Deutschland können Zuschüsse für Publikationen und Dokumentationen vorwiegend deutscher Künstler:innen beantragen.

Finanziert werden bis 25.000 Euro. Ein Eigenanteil von 50% ist erforderlich.
Investive und laufende Ausgaben einer Einrichtung sowie Eigenhonorare werden nicht gefördert.

B5
Katalogförderung für Künstler:innen

Dauerhaft in Deutschland lebende bildende Künstler:innen oder Mitglieder der VG Bild-Kunst/BG I können einen finanziellen Zuschuss von max. 8.000 Euro für monografische Kataloge beantragen.

BITTE BEACHTEN: Für dieses Programm und die Programme A1, A2, A4 und B5 kann insgesamt nur ein Antrag alle zwei Jahre gestellt werden.

 

Antragstellung:

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online über das Bewerbungsportal der Stiftung Kunstfonds auf bewerbung.kunstfonds.de. Im Antragsformular sind folgende Angaben erforderlich:

Ausstellungen B1 und B2 / Publikation B3:

    1. Angaben zur antragstellenden Institution bzw. Person
    2. verbindliche Liste der mitwirkenden Künstler:innen mit kurzbiografischen Angaben
    3. Projektbeschreibung (max. 2000 Zeichen incl. Leerzeichen) in deutscher Sprache
    4. Kostenaufstellung und Finanzierungsplan (mit der beim Kunstfonds beantragten Summe)
    5. Bildmaterial (bis 20 Werkbeispiele in Jpeg-Format, max. 500 KB und/oder Vimeo-Link, max. 10 Minuten)

    Katalog für Künstler:innen B5:

    1. Angaben zur antragstellenden Person und künstlerischer Lebenslauf
    2. Projektbeschreibung (max. 2000 Zeichen incl. Leerzeichen) in deutscher Sprache
    3. Kostenaufstellung und Finanzierungsplan (mit der beim Kunstfonds beantragten Summe)
    4. Bildmaterial (bis 20 Werkbeispiele in Jpeg-Format, max. 500 KB und/oder Vimeo-Link, max. 10 Minuten)
    5. Nachweis über Wohnsitz in Deutschland (Personalausweis oder Reisepass/Meldebescheinigung)

    Bitte senden Sie uns keine Anträge per Post, E-Mail oder Telefax.

     

    Vergaberichtlinien

    1. Antragsberechtigt für die Programme B1 und B3 sind Künstlergruppen (auch projektbezogene freie Gruppen), Kunstvereine, Artotheken, Galerien, Museen und Organisatoren künstlerischer Projekte in Deutschland. Antragsberechtigt für das Programm B2 sind deutsche Ausstellungshäuser von überregionaler Bedeutung. Antragsberechtigt für das Programm B5 sind dauerhaft in Deutschland lebende bildende Künstler:innen oder Mitglieder der VG Bild-Kunst/BG I.
    2. Gefördert werden können Ausstellungen und Publikationen zu vorwiegend dauerhaft in Deutschland lebenden bildenden Künstler:innen bzw. monografische Kataloge bildender Künstler:innen, die dauerhaft in Deutschland leben oder Mitglieder der VG Bild-Kunst/BG I sind. Die geförderten Ausstellungsprojekte sind im Inland durchzuführen.
    3. Der Förderzeitraum ist vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022. Die geförderten Projekte müssen in dieser Zeit umgesetzt oder begonnen werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.
    4. Fördersummen:
      • Ausstellung B1: Die Höchstfördersumme beträgt 35.000 Euro. Der erforderliche Eigenanteil beträgt 25%.
      • Erstausstellung B2: Die Höchstfördersumme beträgt 25.000 Euro. Der erforderliche Eigenanteil beträgt 10%.
      • Publikation B3: Die Höchstfördersumme beträgt 25.000 Euro. Der erforderliche Eigenanteil beträgt 50%.
      • Katalog für bildende Künstler:innen: Zuschuss von max. 8.000 Euro.
      Der Eigenanteil kann auch ganz oder teilweise durch zweckgebundene, nachzuweisende Zuwendungen Dritter (auch Sponsoring, Spenden) erbracht werden. Zuwendungsfähig sind alle Ausgaben im Bewilligungszeitraum, die zur Realisierung des beantragten Ausstellungsprojekts erforderlich und angemessen sind. Investive Ausgaben einer Einrichtung sowie Eigenhonorare werden nicht gefördert.
    5. Anträge auf Förderung können ausschließlich im Online-Bewerbungsportal der Stiftung Kunstfonds gestellt werden. Einzureichen sind u.a. Angaben zum Antragstellenden, ein Ausstellungs- oder Publikationskonzept, eine Kostenaufstellung und ein Finanzierungsplan.
    6. Der Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2021, 24 Uhr. Nicht fristgerecht oder unvollständig eingereichte Anträge werden nicht berücksichtigt. Anträge per Post, E-Mail oder Telefax sind nicht zulässig.
    7. Jede:r Bewerber:in kann in den Programmen B1, B2 und B3 insgesamt nur einen Antrag pro Jahr stellen. Für die Programme A1, A2, A4 oder B5 kann jede:r Bewerber:in insgesamt nur einen Antrag alle zwei Jahre stellen.
    8. Die Jury trifft ihre Förderentscheidung voraussichtlich im September.
    9. Eine wiederholte Förderung ist erst nach zwei Jahren (einschließlich des Förderjahres) zulässig.
    10. Von einer Antragstellung ausgeschlossen sind Anträge von Institutionen, deren Vertreter oder Angestellte Mitglieder der Jury sind, und Angestellte der Stiftung Kunstfonds.
    11. Die Förderung von Student:innen ist ausgeschlossen.
    12. Projekte, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien oder der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst finanziell unterstützt werden, sind von der Förderung ausgeschlossen.
    13. Die Fördermittel werden nach Maßgabe dieser Vergaberichtlinien sowie den §§ 23 und 44 Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften (VV-BHO) im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel bewilligt. Die Fördermittel werden in der Regel als nicht rückzahlbarer Projektzuschuss als Festbetragsfinanzierung bewilligt. Für die ggf. erforderliche Aufhebung und die Rückforderung der gewährten Förderung gelten analog die §§ 48 bis 49a des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Die „Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung des Bundes“ (ANBestP) werden Bestandteil des Fördervertrages. Mit der zu fördernden Maßnahme darf vor Antragstellung und bis zum Abschluss des Zuwendungsvertrags nicht begonnen worden sein. Der Antrag kann mit einem Antrag auf einen förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmebeginn verbunden werden. Als Maßnahmebeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs-oder Leistungsvertrages zu werten. Der Bundesrechnungshof ist gemäß §§ 91, 100 BHO zur Prüfung berechtigt.
    14. Die Auszahlung der Fördergelder erfolgt nach Rechnungsvorlage entsprechend dem mit dem Antrag eingereichten Kosten-und Finanzierungsplan. Spätestens drei Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen. Dieser besteht aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis der Ausgaben und Einnahmen mit Originalbelegen.
    15. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.