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HP Alvermann

HP Alvermann, Quibb-Manifest, 1963, Siebdruck auf Papier, 60,5 x 43 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
HP Alvermann, Quibb-Manifest, 1963, Siebdruck auf Papier, 60,5 x 43 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Hans-Peter Alvermann (1931 Düsseldorf - 2006 Breidenbach) wurde nach seinem Studium der Malerei und Grafik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Pankok und Coester für seinen zeitkritischen und gesellschaftlich engagierten Realismus bekannt. Beachtung fanden vor allem seine plastischen Werke und Multiples, für die er als einer der bedeutenden Vertreter der deutschen Pop-Kunst der 1960er Jahre eingeordnet wird.

Von 1966 bis Mitte der 1970er Jahre unterbrach er sein künstlerisches Schaffen, um sich zunächst gänzlich der politischen Arbeit zu widmen. Er organisierte das „Republikanische Centrum“ in Düsseldorf und engagierte sich in der Bewegung gegen die Notstandsgesetze und den Vietnam-Krieg. Über die Kunstszene hinaus bekannt wurde sein „Deutsches Notstandsschwein“, ein schwarz-rot-goldenes Plastiksparschwein mit einem schwarzen Hakenkreuz auf dem Rücken, das er anlässlich der Diskussion um die Notstandsgesetzgebung in großer Auflage herstellte. Auch für die gewerbliche Organisierung bildender Künstler setzte er sich ein und übernahm Gastprofessuren an den Kunstakademien in Hamburg und Karlsruhe.

Nach der politisch motivierten Schaffenspause beschäftigte sich Alvermann vor allem mit Malerei. Alvermanns Arbeiten sind expressiv realistisch und verweisen auf sozialkritische und politische Themen, oft in Form ironischer Persiflagen. Er schuf Bilder zu alltäglichen und geschichtlichen Themen, in seinem Œuvre sind aber auch Landschaften und Portraits zu finden. Etwa 300 Werke Alvermanns befinden sich im Archiv für Künstlernachlässe, vor allem Assemblagen, Grafiken sowie eine kleine Anzahl früher Gemälde. Zuletzt waren Werke von Hans Peter Alvermann 2018 in der Ausstellung Die Erfindung der Neuen Wilden im Aachener Ludwig Forum für Internationale Kunst und in der Ausstellung German Pop 2014 in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt zu sehen. Zu beiden Ausstellungen konnte das Archiv Informationen aus den Originaldokumenten Alvermanns beitragen, um die Ausstellbarkeit einzelner Werke zu ermöglichen.

www.hp-alvermann.de