KI und bildende Kunst
Die Stiftung Kunstfonds gibt in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht eine Studie zum Thema Künstliche Intelligenz in der bildenden Kunst in Auftrag. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist im Frühjahr 2024 vorgesehen.
Künstliche Intelligenz (KI) ist aus vielen Lebens- und Arbeitsbereichen nicht mehr wegzudenken. Ob beim Einkauf im Netz, beim Redigieren von Texten oder bei der Bildbearbeitung, längst gehören KI-Tools zu unserem Alltag. Nicht wenige bildende Künstler:innen und Kunstvermittler:innen nutzen seit langem KI bei Recherche und Konzeption sowie bei der Erstellung und Präsentation von Kunstwerken.
Mit der erst seit wenigen Jahren existierenden und in den letzten Monaten rasant weiterentwickelten generativen KI, die scheinbar eigenständig und kreativ Texte, Fotografien und Kunstwerke verschiedenster Stilrichtungen auf Knopfdruck produziert, stellen sich für die bildende Kunst jedoch folgende Fragen immer drängender: Welche Auswirkungen wird KI perspektivisch auf die Kunstszene und den Kunstmarkt haben? Welche Chancen und Risiken birgt sie für Künstler:innen, Kunstvermittler:innen und Institutionen? Und wie können angesichts der riesigen Datenmengen, die KI-basierte Systeme online abgrasen und wiederverwerten, Aspekte rund um das Urheberrecht geregelt werden?
Die von der Stiftung Kunstfonds beauftragte Studie möchte in einem ersten Schritt verlässliche Daten und Fakten liefern, die zur Beantwortung dieser Fragen beitragen können. Onlinebefragungen und Tiefeninterviews mit Expert:innen sollen Erkenntnisse zum Status quo liefern: Wie viele Kunstakteure arbeiten bereits mit KI und welche Tools werden genutzt? Wie bewerten Künstler:innen und Kunstvermittler:innen die Potenziale und Gefahren von KI? Was braucht die Kunstszene, um die kommende KI-Transformation aktiv mitzugestalten?
Darüber hinaus wird sich die Erhebung mit der Rezeption von KI-generierter Kunst beschäftigen. Die Erhebung wird durchgeführt von der Goldmedia GmbH.
Die Initiative Urheberrecht vertritt die Interessen von rund 140.000 Urheber:innen und ausübenden Künstler:innen in den Bereichen Belletristik und Sachbuch, Bildende Kunst, Design, Dokumentarfilm, Film und Fernsehen, Fotografie, Illustration, Journalismus, Komposition, Orchester, Schauspiel, Spieleentwicklung, Tanz und vielen mehr.
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