Diethelm Koch (1943 Bochum - 2008 ebenda) absolvierte eine Ausbildung als Modelltischler, bevor er sich im Jahre 1965 an der Fachhochschule Dortmund für ein klassisches, künstlerisches Studium bei Prof. Volwahsen einschrieb. Hier entstanden erste, systematische Arbeiten.
 Im Anschluss an die Ausbildung bei Volwahsen studierte Koch fünf Jahre lang bei Prof. Erwin Heerich und Prof. Norbert Kricke Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. In diesem Zeitraum schuf Koch erste Großplastiken.
 Nach jahrelangem freien künstlerischen Schaffen nahm er 1992 eine Professur für Plastisches Gestalten an der Fachhochschule Potsdam an, die er bis zu seinem Tod ausführen sollte.

Als Vertreter einer konstruktiven Bildhauerei sind Kochs Werke nicht dem Gegenständlichen gewidmet. Er konzentriert sich, vor allem über die Wahl der Mittel, auf einen mathematischen Ansatz.

Diethelm Koch, Ohne Titel, 1975, Siebdruck auf Papier, 84 x 59,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Die geometrischen Grundformen Kugel, Würfel und Zylinder sind Hauptbestandteil und Charakteristikum seiner Arbeiten. Besonderes Augenmerk legt er auf das Zerlegen und Aufteilen der Formen und das erneute Zusammensetzen der einzelnen Teile, die aber durchaus von unterschiedlicher Materialität sein können.

Holz und Stahl fügen sich in diesem Prozess – und durch das exakte Ausbalancieren der unterschiedlichen Figuren miteinander – harmonisch zu einem Ganzen. Die Gegensätzlichkeit der Materialien wird zwar offensichtlich und haptisch erfahrbar, steht aber nicht in Konkurrenz zueinander. Im Gegenteil fügen sich die Teile zu einer Einheit zusammen, die ohne den anderen Part nicht möglich wäre und in der die Rolle des tragenden wie auch des lastenden Elements wohl verteilt und austariert ist.



Die Werke Kochs wurden zu seinen Lebzeiten vornehmlich im öffentlichen Raum und in Ausstellungen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gezeigt. Im Archiv für Künstlernachlässe befindet sich heute zahlreichen Plastiken, welche aus einem Holzkubus und einem gegossenen Stahlteil bestehen.