• Aktivitäten
  • Veranstaltungen
  • Aktuelle Veranstaltungen

"Heute, heute, nur nicht morgen...Wer bestimmt unser Kunsterbe?"

Diskussionsprozess mit bildenden Künstler:innen

Blick in das Atelier von Renate Anger, 2003, Nachlass Renate Anger, © VG Bild-Kunst, Bonn
Blick in das Atelier von Renate Anger, 2003, Nachlass Renate Anger, © VG Bild-Kunst, Bonn

Wer entscheidet, was bleibt?

Wie bewahren wir die Lebenswerke bildender Künstler:innen der Gegenwart? Seit geraumer Zeit gewinnt diese Frage an Relevanz und Dringlichkeit. Denn selten zuvor wurden so viele Kunstwerke produziert wie in den vergangenen Jahrzehnten, selten zuvor waren Museen, Galerien, Werkstätten und Ateliers so angefüllt mit Kunst.

Deswegen ist allen Akteuren des Kunstbetriebs klar, dass nicht jedes zeitgenössische künstlerische Gesamtwerk überleben wird: Manches wird nur in kleinen Teilen bleiben, manches vielleicht ganz verschwinden. Wer aber entscheidet, was gesichert wird? Wer legitimiert das Kunsterbe von morgen? Und wer schreibt die Algorithmen für den Auswahlprozess?

Darüber hinaus ist die Frage nach dem Verbleib des eigenen Lebenswerkes komplex, berührt sie doch unmittelbar die persönliche Lebens- und Arbeitswelt von Künstler:innen, lässt gar die eigene Vergänglichkeit spürbar werden.

Startschuß für fortlaufenden Prozess

Vor diesem Hintergrund startet die Stiftung Kunstfonds in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin einen Prozess mit dem Ziel, sich diesen Fragen zu nähern und Lösungsmodelle für die Bewahrung künstlerischer Nachlässe zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Künstler:innen selbst: ihre Gedanken, Ansätze und Ideen.

Auftakt ist eine Digital-Veranstaltung Ende April 2021, in der in Form eines internen Arbeitstreffens rund 25 namhafte Künstler:innen zu diesem Thema ins Gespräch kommen werden. Grundlage des Treffens sind Statements der Künstler:innen, die im Vorfeld der Veranstaltung von Prof. Bogomir Ecker, selbst Künstler und ehemaliges Vorstandsmitglied der Stiftung Kunstfonds, gesammelt wurden.

Eine Publikation der Statements ist für Sommer 2021 vorgesehen. In einer größeren Präsenzveranstaltung im Mai 2022 in der Akademie der Künste Berlin soll der Prozess weiter vertieft werden.