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Rückblick Ausstellungen

Die ersten 25 Jahre: bundesweite Ausstellungen

Ungewöhnliche Positionen abseits des Mainstreams zu unterstützen und künstlerische Qualität zu bewahren steht seit jeher im Fokus der Stiftung Kunstfonds. Das breite Spektrum der geförderten künstlerischen Ansätze veranschaulichten seit den 1990er-Jahren verschiedene Ausstellungen, die bundesweit gezeigt und von Publikationen begleitet wurden.


1991: Zehn Jahre Kunstfonds

Sein zehnjähriges Bestehen feierte der Kunstfonds 1991 mit einer Ausstellung im Bonner Kunstverein. Am Beispiel der Positionen ausgewählter Künstler:innen gaben wir einen Einblick in die bis dahin geförderten künstlerischen Schwerpunkte – und zogen damit zugleich eine repräsentative Zwischenbilanz unserer Arbeit.

Ausstellungsort: Bonner Kunstverein


1995: RAM – Realität, Anspruch, Medium

Um die Auseinandersetzung mit Wahrheit, Wirklichkeit, Schein und Fiktion sowie Vision und Utopie in den „Neuen Medien“ ging es in dieser Ausstellung des Kunstfonds. Die vier Eckpfeiler des Konzepts: „Fotografie, Film, Video und Neue Medien als ‚Mediales Gedächtnis‘ “, „Visuelle Medien als Vermittler zeit- und gesellschaftskritischer Botschaften“, „Manipulation der Bilder: Realität und Fiktion, Neue Medien“ und „Die veränderte Rolle des Künstlers“.

Stationen: Badischer Kunstverein in Karlsruhe, Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen, Lindenau-Museum in Altenburg, Museum Wiesbaden und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, Bundesministerium für Post und Telekommunikation in Bonn.


Blick in die Ausstellung, im Vordergrund: Simone Westerwinter, Verdammte Drecksau 1998, Unfallmotorrad, Tanne Silikonspur mit Text
Blick in die Ausstellung, im Vordergrund: Simone Westerwinter, Verdammte Drecksau 1998, Unfallmotorrad, Tanne Silikonspur mit Text

1998: vollkommen gewöhnlich

Elemente und Motive der alltäglichen Umgebung waren der Ausgangspunkt dieser Themenausstellung. Sie wurden in künstlerische Zusammenhänge versetzt und verfremdet. In Installationen, Zeichnungen, Fotos und Bildern entstanden so künstlerische Modell-Welten, die umso irrealer erschienen, je enger ihre Attribute der Wirklichkeit verhaftet blieben. Die Ausstellung zeigte ein Wechselspiel von Realität und Fiktion, von Bekanntem und Unbekanntem, von Gewöhnlichem und Ungewöhnlichem.

Stationen: Kunstverein Freiburg, Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg, Kunstverein Braunschweig, Kunsthalle Kiel, Kunstsammlung Gera.


Katalogcover
Katalogcover

2000: Kabinett der Zeichnung

Anfang des neuen Jahrtausends präsentierte die Stiftung Kunstfonds einen Überblick über Zeichnungen der 1980er- und 1990er-Jahre in Deutschland. 68 vom Kunstfonds geförderte Künstler:innen veranschaulichten in rund 700 Arbeiten, wie sich das künstlerische Verständnis und damit der Stellenwert des Mediums Zeichnung innerhalb von zwei Jahrzehnten verändert hatte. Viele der präsentierten Werke gingen in Material, Form, Funktion und Inhalt weit über die gewohnte Definition der Gattung hinaus und überschritten so auch traditionelle Grenzen. Die Exponate waren in eine zeitgenössische Kabinett-Architektur eingebunden.

Stationen: Kunstverein Düsseldorf, Kunsthalle Lingen, Kunstsammlungen Chemnitz, Württembergischer Kunstverein Stuttgart. 


Dagmar Varady, Menu Deutschland (work in progress) © VG Bild-Kunst, Bonn 2005
Dagmar Varady, Menu Deutschland (work in progress) © VG Bild-Kunst, Bonn 2005

2005: Stabile Seitenlage. Von der Komplexität bildender Kunst

Dem künstlerischen Werk im Fluss widmete sich diese fünfte Ausstellung der Stiftung Kunstfonds. Stipendiat:innen des Kunstfonds gaben mit ihren Werken einen direkten Einblick in den künstlerischen Entstehungsprozess, der nicht geradlinig verläuft, sondern sprunghaft und bisweilen widersprüchlich ist. Wesentlich und allen Arbeiten gemeinsam: Die Komplexität der künstlerischen Positionen offenbarte sich erst in der Kombination unterschiedlicher medialer und materieller Komponenten.

Stationen: Kunstmuseum Bochum, Galerie der Künstler in München, Hochschule für Bildende Künste und Kunsthaus Dresden, Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen.


KUNSTFONDSKUNSTRAUM

Bis 2013 präsentierten wir in unserem Bürogebäude in Bonn – zunächst in unseren ehemaligen Räumlichkeiten in der Poppelsdorfer Allee, später dann im Haus der Kultur in der Weberstraße – speziell für diesen Ort entworfene Kunstwerke unserer Stipendiat:innen. Die jährlich wechselnden Ausstellungen im KUNSTFONDSKUNSTRAUM waren von 1983 bis 1990 auch thematisch konzipiert, mit Themen wie „Frauen an Akademien“, „Lichtskulptur“ oder „Kunst : Architektur“.

  • 1996/97: Katja Hajek, Treppenhausmalerei
  • 1997/98: Maik und Dirk Löbbert, Stromlinie Lichtblick
  • 1998/99: Andrea Ostermeyer, Gelb am Horizont
  • 1999/2000: Edwin Schäfer, Ich sehe das Gesicht nicht
  • 2000/01: Tatjana Doll,Treppenwitz
  • 2001/02: Lucy Harvey, Lebensführer IV(B).4: Gewöhnung an fremde Räume
  • 2002/03: Marc Brandenburg, distortions
  • 2003/04: Thaddäus Hüppi
  • 2004/05: Heike Weber, Glück
  • 2005/06: Jürgen Stollhans, Besten Dung, besten Dung/Schenkt uns die Erinnerung
  • 2006/07: Peter Piller, Ungeklärte Fälle
  • 2007/08: Ralf Tekaat, Unter Beobachtung
  • 2008/09: Ina Weber, Fernwärme
  • 2009/10: Frank Hesse, De ou par Marcel Duchamp
  • 2010/11: Luka Fineisen, flüssigkristalline phasen
  • 2011/12: Monika Stricker, malfunctioning ejection
  • 2012/13: Jörn Stoya, instrumentals