5. März 2019

Leihgabe Horst Bartnig zur Ausstellung „Gemalte Diagramme“ im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt

Die Ausstellung zeigt Wechselwirkungen zwischen Informationsgrafik und Kunst. Ausgehend von der Zeit des Bauhaus bis zu zeitgenössischen Positionen stellt das Museum Werke von rund 30 internationalen Künstlerinnen und Künstlern aus. Rückgriffe auf inhaltliche oder formale Aspekte von Diagrammen in der Kunst spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Übernahme künstlerischer Gestaltungsmittel durch Grafiker*innen.

Während die Infografik mit ihren Diagrammen als sachbezogene, nüchterne Darstellung zur Übermittlung von Fakten gilt, verspricht die bildende Kunst eine freiere Verwendung ästhetischer Mittel. Im Spannungsverhältnis zwischen diesen Gestaltungsmöglichkeiten bewegen sich die ausgestellten Werke u.a. von Karl-Heinz Adler, Frank Badur, Horst Bartnig, Max Bill, Hartmut Böhm, Jochen Flinzer, Nick Koppenhagen, Margaret Camilla Leiteritz, Richard Paul Lohse, Vera Molnár, Andreas Siekmann / Alice Creischer, Jorinde Voigt und Stephen Willats.  

Im Mai 2018 übergab Horst Bartnig ein erstes Werkkonvolut an das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds. Das Künstlerarchiv sichert und bewahrt gesamte Werkkomplexe der jüngeren bildenden Kunst mit dem Ziel, die Kunstwerke u.a. durch Leihgaben im institutionellen Ausstellungsbetrieb öffentlich sichtbar zu machen.

 

Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt
Eröffnung 30.3.2019, 19 Uhr
Ausstellung 31.3. – 29.9.2019
www.mkk-ingolstadt.de

 

Foto: Horst Bartnig, "72 unterbrechungen striche in rot, blau und orange", 1996, Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm, Foto: Stiftung Kunstfonds, © Horst Bartnig