23. April 2018

Ana Navas erhält den Kalinowski-Preis 2018

Förderpreis der Nachlass-Stiftung Prof. Horst Egon Kalinowski zum zweiten Mal vergeben

2011 gründete Horst Egon Kalinowski, Düsseldorfer Bildhauer und Grafiker, seine Nachlass-Stiftung, die - von der Stiftung Kunstfonds treuhänderisch verwaltet - seit seinem Tod 2013 sein Oeuvre bewahrt und öffentlich zugänglich hält. Dem testamentarischen Wunsch Kalinowskis folgend, lobt die Stiftung Kunstfonds außerdem den mit 10.000 Euro dotierten Kalinowski-Preis für Absolventen der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe, an der Kalinowski von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1989 lehrte, aus.

Ana Navas ist die zweite Preisträgerin. Sie wurde von der Jury, der Sonja Alhäuser, Daniel Burkhardt und Prof. Erwin Gross angehörten, aus insgesamt 51 Bewerbungen ausgewählt.

Die Künstlerin Navas arbeitet in unterschiedlichen Medien: Skulptur, Video, Malerei und Performance. Ausgehend von der Genealogie eines Objekts, seinen entwicklungs- und produktionstechnischen Vorläufern und Einflüssen schafft sie neue Zusammenhänge, welche real, historisch oder fiktiv motiviert sein können. In der konkreten Ausstellungssituation entfalten sie einen essayistischen Charakter, da Navas die einzelnen Arbeiten als Module versteht und durch neue Kombination und Platzierung stets eine andere Bedeutung entsteht. Der Dialog mit dem Fremden, dem Andersartigen, auch dem Kunst-Fernen, ist für die Künstlerin der spannende Moment in dem Transformation, Absorption und Imitation stattfinden.

Ana Navas wurde 1984 in Quito, Ecuador geboren. Sie studierte von 2004 bis 2010 an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, wo sie von 2010 bis 2011 Meisterschülerin bei Franz Ackermann war. Zwischen 2012 und 2014 nahm sie an dem Künstlerresidenz-Programm De Ateliers in Amsterdam teil. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam.

 

Weitere Informationen:
Stiftung Kunstfonds
Nora Höglinger
Telefon 0228 33 65 69-14
info@kunstfonds.de

 

Abbildung: Ana Navas, Sich die Haare nach dem Mond schneiden, 2018, Installationsansicht 45 cbm Kunsthalle Baden-Baden, Credits: Karolina Sobel