Elisabeth Marx (*1926 in Bad Kreuznach) studierte von 1946 bis 1951 an der Kölner Werkschule. Sie unterbrach ihr künstlerisches Schaffen für eine kritische Werk- und Selbstreflexion und setzt ihr malerisches Werk ab den 1960er Jahren, stark von philosophischen und psychologischen Fragen beeinflusst, fort.

Elisabeth Marx, Zwei weiße Stühle, diverse Materialien, 13,5 x 12,2 x 12,2 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Für ihre Gemälde, Zeichnungen und Assemblagen sammelt Elisabeth Marx Fundstücke wie Puppenkörper, Tierschädel, Trockenblumen, Spielzeugporzellan oder Andenken an vergangene Erlebnisse und Zustände. Die Gegenstände arrangiert sie so auf Tischen oder Anrichten zu surreal-atmosphärischen Stillleben, dass sie untereinander eine Beziehung aufbauen und den Betrachter in die Kindheit zurückversetzen.
Marx entwirft Modelle und erkundet mittels Schattenwürfen und einem gedämpften Farbauftrag zugleich ihre räumlichen Beziehungen und Spannungen. Die unheimliche Atmosphäre ihrer Bildwelten lebt von der Leere und Stille zwischen den Dingen, ihrer Abgeschlossenheit. Sie sind sich selbst überlassen, ihrer Zweckmäßigkeit entbunden und, wie Heinz-Norbert Jocks beschrieb »entfalten so eine poetische Dynamik«.

Elisabeth Marx übergab dem Archiv für Künstlernachlässe eine Reihe von Acrylgemälden, kleine Arrangements vor grauem Grundton, sowie Objektkästen zusammengesetzter Fundstücke.

 

Ausstellungen (Auswahl):
2014 Einzelausstellung, Kunsthaus 19-21, Pforzheim / 2001 Kölnisches Stadtmuseum / 1999 Galerie Timm Gierig Frankfurt / 1994 Rheinisches Landesmuseum Bonn, Städtisches Museum Gelsenkirchen