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Reiner Ruthenbeck in der ZERO foundation

Reiner Ruthenbeck, Zero-Fest, 1962, Fotografie (Silbergelatineabzug), 20,4 x 30,4 cm, Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst 2021
Reiner Ruthenbeck, Zero-Fest, 1962, Fotografie (Silbergelatineabzug), 20,4 x 30,4 cm, Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst 2021

Die Ausstellung „ZERO Demonstrationen – fotografiert von Reiner Ruthenbeck“ zeigt bis zum 10. Oktober 2021 Fotoarbeiten aus dem Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds. Die Eröffnung ist am 4. September 2021 im Rahmen der DC Open.

Eigentlich ist Reiner Ruthenbeck (1937 – 2016) als international renommierter Bildhauer bekannt. Doch wie viele Künstler:innen verdiente auch er zu Beginn seiner Karriere nicht mit der Kunst allein seinen Lebensunterhalt. Er machte zunächst eine Lehre als Fotograf und arbeitete in den frühen 1960-iger Jahren, vor und während seines Studiums der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, mehrere Jahre als freier Fotograf.

In dieser Zeit richtete Ruthenbeck seinen fotografischen Blick auch auf die ihn umgebende lebhafte Kunstszene. Er hielt wichtige Kunstereignisse fest und fotografierte Künstler:innen und Weggefährt:innen. Dazu zählten die Aktivitäten der Düsseldorfer ZERO-Künstlergruppe rund um deren Hauptakteure Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker.

Mit ihren „ZERO Demonstrationen“ und „ZERO Festen“, die 1961 vor der Galerie Schmela und 1962 auf den Düsseldorfer Rheinwiesen stattfanden, gewann die Gruppe zunehmend an internationaler Bekanntheit. Gleichzeitig bot sie mit ihren Aktionen und kinetischen Lichtobjekten eine Fülle an Bildmotiven.

Die Fotografien Reiner Ruthenbecks, die nun in der ZERO foundation zu sehen sind, gewähren nicht nur einen dokumentarischen Einblick in die Aktivitäten der ZERO Gruppe, sie zeigen auch den Blick eines angehenden Bildhauers auf die skulpturale Qualität seiner Bildmotive.

Reiner Ruthenbeck zählt zu einen der ersten Werkaufnahmen in das Künstlerarchiv. 2012 erhielt die Stiftung Kunstfonds einen ersten Vorlass von Ruthenbecks Werken mit Arbeiten aus allen Phasen seines bildhauerischen Schaffens. 2019 wurde das Konvolut um weitere Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Archivalien ergänzt.

  • Ausstellungseröffnung: 4. September 2021, 15 Uhr
  • Begrüßung: Dr. Barbara Könches, ZERO foundation und Dr. Karin Lingl, Stiftung Kunstfonds
  • Einführung: Romina Dümler, Kuratorin ZERO foundation
  • Alle weiteren Informationen zu Ausstellung und Anfahrt finden Sie hier.
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