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„Models beyond Sculpture“ - Dissertation zu Ludger Gerdes

Ludger Gerdes, Bau-Bild Böcklin in Ausstellung bei Konrad Fischer, 1983, Foto: Ludger Gerdes / Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Ludger Gerdes, Bau-Bild Böcklin in Ausstellung bei Konrad Fischer, 1983, Foto: Ludger Gerdes / Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Stefaan Vervoort hat an der Universiteit Gent bei Prof. Dr. Wouter Davidts eine Dissertation mit dem Titel „Models beyond Sculpture“ abgeschlossen. Im Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung stehen künstlerische Positionen zwischen New York und Düsseldorf von Mitte der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre, die er am Beispiel der beiden sogenannten Modellbauer Thomas Schütte und Ludger Gerdes näher ausführt.

Vervoort setzt sich intensiv mit dem Frühwerk von Gerdes auseinander und recherchierte dazu umfassend im Nachlass des Künstlers, der zahlreiche Skizzen, Entwürfe, Fotos, Kunstwerke und seine gesamte Bibliothek umfasst. Modelle sind für Vervoort Schlüsselobjekte im Werk der diskutierten Künstler, mit deren Hilfe sie versuchen, normative Konzeptionen von Kunst und Architektur in Frage zu stellen.

Bei Gerdes versinnbildlichen sie für Vervoort die Suche des Künstlers nach einem umfassenden post-minimalistischen Kunstbegriff. Auch zeugen sie von Gerdes‘ kunsttheoretischen Überlegungen, der früh den Gedanken formulierte, dass Kunst modellhaft, im Sinne von Denk-Modellen in der Öffentlichkeit, Anlass zu Zusammentreffen, Kommunikation und Diskussion bietet.

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