• Aktuelles
  • Künstlerarchiv

„Heute, heute…nur nicht morgen. Wer bestimmt unser Kunsterbe?“

Blick in das Atelier von Renate Anger, 2003, Nachlass Renate Anger, © VG Bild-Kunst, Bonn
Blick in das Atelier von Renate Anger, 2003, Nachlass Renate Anger, © VG Bild-Kunst, Bonn

Stiftung Kunstfonds initiiert in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin Diskussionsprozess mit Bildenden Künstler:innen.

Wie bewahren wir die Lebenswerke bildender Künstler:innen der Gegenwart? Seit geraumer Zeit gewinnt diese Frage an Relevanz und Dringlichkeit. Denn allen Akteuren des Kunstbetriebs ist klar, dass nicht jedes zeitgenössische künstlerische Gesamtwerk überleben wird. Noch dazu  ist die Frage nach dem Verbleib des eigenen Lebenswerkes komplex, berührt sie doch die persönliche Lebens- und Arbeitswelt von Künstler:innen.

Vor diesem Hintergrund startet die Stiftung Kunstfonds in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin einen Diskussionsprozess mit dem Ziel,  Lösungsmodelle für die Bewahrung künstlerischer Nachlässe zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Künstler:innen selbst: ihre Gedanken, Ansätze und Ideen.

Auftakt ist eine Digital-Veranstaltung Ende April 2021, in der in Form eines internen Arbeitstreffens rund 25 namhafte Künstler:innen zu diesem Thema ins Gespräch kommen werden. Eine beleitende Publikation ist für Sommer 2021 vorgesehen. In einer größeren Präsenzveranstaltung im Mai 2022 in der Akademie der Künste Berlin soll der Prozess weiter vertieft werden.

Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.

 

Über die Stiftung Kunstfonds: Die Stiftung Kunstfonds ist eine bundesweit agierende, autonome Fördereinrichtung, die getragen wird von Künstlerverbänden und Organisationen des Kunstbetriebs. Sie wird finanziell gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Stiftung Kulturwerk der VG-Bild-Kunst. Die Stiftung Kunstfonds setzt sich dafür ein, künstlerisches Schaffen bundesweit zu fördern, die Vermittlung zeitgenössischer bildender Kunst zu unterstützen und künstlerische Lebenswerke zu erhalten. Ein erfolgreiches Modellprojekt ist das 2010 ins Leben gerufene „Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds“. Es sammelt zeitgenössische künstlerische Œuvres, erhält sie für restauratorische und kunsthistorische Forschung und sorgt u. a. durch Leihgaben für ihre öffentliche Zugänglichkeit.

Ähnliche Meldungen
  • Limitierte Neuauflage von Jochen Gerz‘ „Die Beschreibung des Papiers“ erscheint im Salon Verlag

    Das Künstlerbuch mit dem gleichnamigen Werkkonvolut des deutschen Konzeptkünstlers war ursprünglich 1973 im Luchterhand Verlag erschienen. Gemeinsam mit Jochen Gerz initiierte die Stiftung Kunstfonds nun die Neuauflage in der Ex…

  • Ein Koffer voller Kunstideen

    Weitere Dokumente und Zeichnungen des Künstlers Otfried Rautenbach gehen ins Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds. Nicht immer erreichen künstlerische Vor- oder Nachlässe ordentlich verpackt und vorsortiert das Künstlerarchiv der…

  • Arbeiten von Andreas von Weizsäcker im Kunstverein Bamberg

    Das Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds verleiht vier raumgreifende Installation Andreas von Weizsäckers an den Kunstverein Bamberg. Die Arbeiten werden im Rahmen der Ausstellung „Papier“ ab dem 24. April 2021 in der Stadtgalerie…