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André Wischnewski ist Kalinowski-Preisträger 2021

Whatever you say, 2018, Skulpturenpark Heidelberg, Stahl / Steel, 350 x 400 x 200 cm
Whatever you say, 2018, Skulpturenpark Heidelberg, Stahl / Steel, 350 x 400 x 200 cm

Pressemeldung:

Die Stiftung Kunstfonds hat den mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis der Nachlass-Stiftung Prof. Horst Egon Kalinowski zum fünften Mal vergeben. Der Künstler André Wischnewski wurde von der Jury, der Nana Petzet, Ursula Schöndeling und Prof. Marijke van Warmerdam angehörten, aus 81 Bewerbungen ausgewählt.

Im Fokus von André Wischnewskis Kunstwerken steht die Auseinandersetzung mit Sprache und Architektur. Inspirationsquellen für seine meist ortsspezifisch konzipierten Arbeiten sind unterschiedliche literarische Werke und Comics. So verwandelt Wischnewski in seinen „Soundbooks“ Comicbücher in zufällig anmutende Rastersysteme, indem er die Seiten von ihren lautmalerischen Codes aus Bildern und Sprechblasen befreit. Es bleiben skulpturale Strukturen aus Papier zurück, aus Leerstellen entstehen gedankliche Freiräume für die Betrachter:innen.

In seinem Werk „Whatever you say“ überführt er diesen Ansatz in ein Spiel mit Raum, Maßstab und Volumen: Aus einer in Stahl monumentalisierten Comicheftseite, die losgelöst ist von den Größen- und Seitenverhältnissen, entsteht eine architektonische Struktur, aus den Leerstellen werden nun begehbare Räume.

Auch in seiner aktuellen raumgreifenden Arbeit „70879 mm and Three Characters“ in der Kunsthalle Mannheim treffen filigrane Strukturen auf Metall. Zeitweise setzt Wischnewski Gegenstände ein, die wie surrealistische Handlungsweisungen erscheinen und es entsteht eine erzählerische Kulisse, durch die sich die Besucher:innen bewegen können.

André Wischnewski, 1983 in Crivitz in Mecklenburg-Vorpommern geborgen, ist ausgebildeter Bauzeichner. Nach einem Studium an der Freien Kunstakademie Mannheim studierte er von 2013 bis 2018 Bildhauerei an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe. Anschließend war Wischnewski Meisterschüler bei Prof. Harald Klingelhöller. Er lebt und arbeitet heute in Mannheim.

Horst Egon Kalinowski, Düsseldorfer Bildhauer und Grafiker, gründete 2011 eine Nachlass-Stiftung, die seit seinem Tod 2013 sein Oeuvre bewahrt und öffentlich zugänglich hält. Dem testamentarischen Wunsch Kalinowskis folgend, lobt die Stiftung Kunstfonds für Absolvent:innen der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe, an der Kalinowski von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1989 lehrte, jährlich den Kalinowski-Preis aus .

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Pressekontakt:

Jenny Fleischer
T: 0228 33 65 69-18
E: presse@kunstfonds.de

 

Über die Stiftung Kunstfonds: Die Stiftung Kunstfonds ist eine bundesweit agierende, autonome Fördereinrichtung, die getragen wird von Künstlerverbänden und Organisationen des Kunstbetriebs. Sie wird finanziell gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Stiftung Kulturwerk der VG-Bild-Kunst. Die Stiftung Kunstfonds setzt sich dafür ein, künstlerisches Schaffen bundesweit zu fördern und die Vermittlung zeitgenössischer bildender Kunst zu unterstützen. Dafür vergeben wir Stipendien und Projektzuschüsse, unterstützen Kunstvermittler:innen bei Ausstellungen, Veröffentlichungen und Publikationen und erhalten künstlerisches Lebenswerk. Unabhängige Jurys, bestehend aus bildenden Künstler:innen, Galerist:innen, Kunstvereinsleiter:innen und Museumsvertreter:innen, entscheiden demokratisch über die jährliche Mittelvergabe. In allen Gremien der Stiftung Kunstfonds haben bildende Künstler:innen die Mehrheit. Die Zusammensetzung aller Gremien, unsere Stiftungssatzung sowie weitere Infos: www.kunstfonds.de

 

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