STIFTUNG KUNSTFONDS

Stiftungsidee

Zweck und Aufgabe der Stiftung Kunstfonds ist die Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst in Deutschland.

Alljährlich werden rund 70 Künstlerinnen und Künstler, Galerien, Kunstvereine, Museen, freie Kuratoren und Verlage mit bis zu 1,1 Millionen Euro insgesamt unterstützt, und zwar durch Stipendien, Projekt- und Ausstellungsförderungen oder Publikationszuschüsse. Der mit 25.000 Euro dotierte "HAP-Grieshaber-Preis der VG BILD-KUNST" wird jedes Jahr an eine Künstlerin oder einen Künstler vergeben.

Im 2010 eröffneten Archiv für Künstlernachlässe werden wichtige Positionen der Gegenwartskunst bewahrt und für die Öffentlichkeit und den Kunstbetrieb erhalten.

Über die Förderungen entscheiden unabhängige Jurys, denen mehrheitlich Künstlerinnen und Künstler, außerdem Kunstvereinsleiter und Galeristen angehören.

Voraussetzung hierbei ist, dass die künstlerische Arbeit der Stipendiaten und die Projekte einem bundesweiten Qualitätsmaßstab entsprechen müssen. Die Jury richtet Ihr Augenmerk besonders auf die Unterstützung des künstlerisches Nachwuchses und die Mitfinanzierung innovativer Projekte, die durch das Raster des zunehmend kommerzialisierten Kunstbetriebes zu fallen drohen.

Geschichte

Im Frühjahr 1980 beschloss der Deutsche Bundestag, fünf Millionen Mark für die Förderung zeitgenössischer bildender Kunst zur Verfügung zu stellen. Damit war der Weg frei für die Konstituierung des Kunstfonds, der seine Arbeit im Herbst 1980 als gemeinnütziger Verein begann und 1981 zum erstenmal Stipendien an bildende Künstlerinnen und Künstler vergeben und künstlerische Projekte unterstützen konnte.

Die Gründungsmitglieder des Kunstfonds waren der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Deutsche Künstlerbund, die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreunde, der Bundesverband Deutscher Galerien, die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst und die Künstlerin Rune Mields. Später kamen das Internationale Künstlergremium und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine hinzu.

Ende 2000 wurde der Verein in die "Stiftung Kunstfonds zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst" umgewandelt, um die Fördertätigkeit der vergangenen 20 Jahre auch zukünftig mit gleicher Qualität langfristig fortsetzen zu können. Zusätzlich können nun auch Zustiftungen verwaltet und nachgelassene Kunstwerke im Archiv für Künstlernachlässe betreut werden. Mit Ausnahme von Rune Mields sind alle früheren Vereinsmitglieder heute im Stiftungsrat vertreten, dem seit 2005 auch die Kulturstiftung des Bundes angehört.

Aussichten

Vor allem für jüngere Künstlerinnen und Künstler ist der Kunstfonds mittlerweile die wichtigste bundesweite Fördereinrichtung geworden, da die Arbeitsstipendien – gerade in der Zeit nach der Ausbildung – einen finanziellen Freiraum schaffen, der für die Entfaltung der künstlerischen Qualität unerlässlich ist. Auch unterstützt der Kunstfonds oft unkonventionelle Veranstalter – darunter viele Kunstvereine, Galerien und Museen –, die in ihrem Bemühen künstlerische Qualität zu zeigen, zunehmend in den Schatten der Event-Kultur geraten. Besonders liegen dem Kunstfonds innovative, häufig spröde und schwer vermittelbare Projekte am Herzen.

In der Förderliste des Kunstfonds stehen viele bekannte Namen der jüngeren deutschen Kunstszene. Dies wäre noch kein Verdienst, wenn nicht das Jahr der Förderung berücksichtigt werden würde – hier zeigt sich, dass der Kunstfonds frühzeitig das Gespür für heranwachsende Talente hatte und die Förderung gezielt einsetzte. Mittlerweile sind die Stipendiaten der 80er und der frühen 90er Jahre – damals fast unbekannt – weltweit in wichtigen Ausstellungen und Biennalen vertreten, in großen Museen und Sammlungen präsent.

Mit zunehmender Enge in den öffentlichen Kassen wächst die Anspruchshaltung an den Kunstfonds. Wenn Sponsoren mangels Bekanntheit der hochqualifizierten Künstlerinnen und Künstler oder wegen des schwierigen Zugangs zu deren oft unbequemer Kunst zurückschrecken und ihre privaten Mittel nicht einsetzen, bleibt der Kunstfonds als Ansprechpartner immer wieder die einzige Hoffnung.

Die Förderung von innovativer zeitgenössischer bildender Kunst durch die Stiftung Kunstfonds hat sich als effektiv und unverzichtbar erwiesen. Dementsprechend wurden die zur Verfügung stehenden Bundesmittel - ermöglicht durch die Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes - seit 2004 deutlich erhöht. Der Kunstfonds sieht dies als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit und als Aufforderung, seine Anstrengungen fortzusetzen und zu intensivieren.

Die Arbeit des Kunstfonds ist in den Kulturdebatten des Deutschen Bundestages stets positiv gewürdigt worden. Unser Dank gilt den Mitgliedern des Bundestages, der zuständigen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Kulturstiftung der Länder, der Kulturstiftung des Bundes und den Kultusministerien der Bundesländer für die fortdauernde Rückendeckung und Unterstützung, ohne die der Kunstfonds seine wichtige Aufgabe nicht erfüllen könnte.

Künstlerinnen und Künstler »

Kunstvermittler und
Publikationen »

Verlage »

Werksuche online »

 

Aktuelles

Ausgewählte Arbeiten von Edgar Knoop (geb. 1936 in Dortmund) sind noch bis zum 16.10.2014 im temporären Ausstellungspavillon des Archivs auf dem Gelände der Abtei Brauweiler zu ...

weiter »


Skulpturen von Erich Lütkenhaus (1924-2010) werden als Leihgabe aus dem Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds vom 17.8.14 bis zum 28.09.14 in der Ausstellung ...

weiter »


Bildende Künstlerinnen und Künstler können sich bei der Stiftung Kunstfonds um ein Arbeitsstipendium (18.000 Euro) oder um einen Projektkostenzuschuss bis maximal 25.000 Euro ...

weiter »