26. November 2015

GRAFIK AUS DEM KÜNSTLERARCHIV

Eröffnung am Sonntag, 6.12 2015, 15.30 - 17.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen.

Foto: Simon Vogel

Die jährliche Ausstellung „Grafik aus dem Künstlerarchiv“ zeigt Auflagen und Serien aus den Papierbeständen des Archivs. Die grafischen Arbeiten geben Einblicke in die verschiedenen künstlerischen Positionen, Themenwelten und Arbeitsweisen der Künstler. Einzelne Grafiken werden zum Verkauf angeboten, die Erlöse fließen in den Unterhalt des Archivs.

Renate Angers Kunst ist selbstreferentiell und findet durch Reduktion und Wiederholung von Farbe und Form ihre Dichte und leuchtende Intensität. Zwischen 2003 und 2005 entstand eine Serie spontan ausgeführter Aquarelle auf Papier, in denen die Künstlerin mit Farbdichte und Formanordnung experimentiert.

Gerda Brodbecks (1944-2008) zentrales Thema ist der Mensch, der trotz reduzierter Gestik und Mimik eine große Ruhe und Konzentration ausstrahlt.

In Ludger Gerdes‘ (1954-2008) Skizzen, Bildern, Skulpturen und Fotos beschäftigt sich der Künstler mit der Frage der Darstellbarkeit von Ideen und seiner eigenen Rolle im System Kunstbetrieb. Von Ludger Gerdes wird noch bis Ende Januar die Neonarbeit „NIE“ in der Leverkusener Ausstellung „Ruhe vor dem Sturm“ im Museum Schloss Morsbroich als Leihgabe aus dem Archiv gezeigt.

Jockel Heenes‘ (1947-2004) zentrales Thema war das Empfinden und Begreifen des Raumes. Ob Tafelbild, Zeichnung, Installation oder Kunst am Bau - der Raum als Erfahrung und Gegenspiel von Innen und Außen ist seinen Werken immanent. 

Von Erich Lütkenhaus (1924-2010) werden Skizzen auf Grundriss-Papier in der Ausstellung gezeigt. Sie stellen geometrische Landschaften in die konstruktiv-systematische Grundlage der Architekturpläne.

Von Herbert Press (1933-2002) entstanden in den 1950er Jahren die ersten Stahlplastiken. Die Ausstellung zeigt Kleinplastiken und Radierungen des Berliner Künstlers. Spontane Skizzen geben Auskunft über Ideenfindung und Arbeitsweise des Plastikers.

Der Schwerpunkt von Kurt M. Schulz-Schönhausen (1922-1999) liegt auf Malerei und Grafik.

Arbeitsaufenthalte in Afrika, New York und Berlin bereicherten Helen Spoerris (1937-2011) Formensprache, die sie in Aquarellen, Zeichnungen und Collagen festhielt.

Gerhard Winds (1928-1992) umfangreicher grafischer Nachlass dokumentiert seine stilistische Entwicklung von einer ersten Abstraktion, geprägt von der zeitgenössischen Kunst der frühen 1950er, über die 60er Jahre, in denen er neben gestischen Elementen einen tektonischen Bildaufbau wählt, bis hin zu späteren Kunst-am-Bau Entwürfen und Ausführungen. Von Gerhard Wind waren 2015 Leihgaben aus dem Archiv im Künstlerdorf Schieder-Schwalenberg und im TYSON-Offraum Köln zu sehen. Über seine Kunst-am-Bau Projekte entstand 2015 auf der Grundlage der Untersuchung der Archivbestände eine Masterarbeit durch Leanne Petersen an der Düsseldorfer Heinrich-Heine Universität. Eline van Dijk schuf unter Auswertung zahlreicher Skizzen aus dem Archiv eine Masterarbeit zu einer öffentlichen Mönchengladbacher Skulptur von Gerhard Wind für die Maastrichter Universität.


Die Ausstellung wird gezeigt vom 9. bis zum 18. Dezember 2015 und vom 12. bis zum 29. Januar 2016. 

Die Öffnungszeiten sind Dienstag von 10 bis 12 Uhr und Mittwoch bis Donnerstag zwischen 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr.

 

Abb. EinladungVS, Foto: Simon Vogel