Kurt Max Schulz-Schönhausen (1922-1999), dessen zweiter Nachname sich auf den Wohnort seiner Kindheit bezieht, nahm nach dem 2. Weltkrieg das zuvor in Berlin begonnene Studium zum Kunstpädagogen wieder auf. Er studierte in Frankfurt und Darmstadt, sein Staatsexamen machte er 1956 an der Kunsthochschule in Kassel.
 Ein Jahr später trat er eine Professur für Farblehre und Farbgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach an, die er 30 Jahre lang behalten sollte.
 Anschließend führte ihn ein Fellowship an die Universtät von British Columbia in Vancouver/Kanada.

Kurt M. Schulz-Schönhausen, Ausblick II, 1974, Acryl auf Leinwand, 80 x 60 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Der Schwerpunkt seines Œuvres liegt auf Malerei und Grafik. Seine Werke, die in zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn noch gegenständliche Bezüge aufweisen, werden im Laufe der Jahre zunehmend abstrakter. Farbflächen dominieren die Bildgestaltung und werden von markant eingesetzten Linien unterbrochen und eingefasst. Anhand von eigens erarbeiteten formalen Richtlinien komponierte Schulz-Schönhausen die rechtwinkligen Flächen, um so eine größtmögliche Expressivität von Farbe und Form zu erreichen.
 Der strenge Formalismus seiner Arbeiten weicht in späteren Jahren gelockerteren Kompositionen. Die Linien werden weicher, Mischtöne lösen die reinen Farben ab und Pinselstriche brechen die vormals glatten Flächen auf.

Die Werke von Schulz-Schönhausen wurden in internationalen Ausstellungen gezeigt u.a. in Brüssel, Florenz, Toronto, San Francisco, London und Paris.