Hans-Peter Alvermann (1931 Düsseldorf - 2006 Breidenbach) studierte von 1954 bis 1958 Malerei und Grafik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok und Otto Coester. Mit seinem »zeitkritischen und gesellschaftlich engagierten Realismus« (Kunstmobil/ Kunst für jeden Tag 1979/80) konnte sich Alvermann als bedeutender Vertreter der deutschen Pop-Kunst der 1960er Jahre etablieren.

Zwischen 1966 bis Mitte der 1970er Jahre unterbrach er sein künstlerisches Schaffen, um sich zunächst gänzlich der politischen Arbeit zu widmen. Er organisierte das »Republikanische Centrum« in Düsseldorf und engagierte sich in der Bewegung gegen die Notstandsgesetze und den Vietnam-Krieg. Nach 1970 setzte er sich für die gewerbliche Organisierung bildender Künstler ein und übernahm Gastprofessuren an den Kunstakademien in Hamburg und Karlsruhe.

HP Alvermann, Quibb-Manifest, 1963, Siebdruck auf Papier, 60,5 x 43 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Bekannt wurde Hans Peter Alvermann hauptsächlich durch seine plastischen Werke und Multiples. Seine Arbeiten sind expressiv realistisch und verweisen auf sozialkritische und politische Themen. Oft stellen sie ironische Persiflagen dar. Nach seiner Schaffenspause zugunsten der Politik setze er den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Malerei. Er schuf Bilder zu alltäglichen sowie geschichtlichen Themen, in seinem Œuvre sind aber auch Landschaften und Portraits zu finden. Über die Kunstszene hinaus bekannt wurde vor allem sein »Deutsches Notstandsschwein«, ein schwarz-rot-goldenes Plastiksparschwein mit einem schwarzen Hakenkreuz auf dem Rücken, das er anlässlich der Diskussion um die Notstandsgesetzgebung in großer Auflage herstellte.

Etwa 300 Werke Alvermanns beherbergt das Archiv für Künstlernachlässe. Bei dem Großteil handelt es sich um Assemblagen, Grafiken sowie eine kleine Anzahl früher Gemälde.


Weitere Informationen zum Künstler: www.hp-alvermann.de