Horst Bartnig (*1936) studierte nach einer Malerlehre an der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg. Er erhielt mehrere nationale und internationale Auszeichungen, unter anderem den Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie im Jahr 2001.

Seit Mitte der 1960er Jahre arbeitet Bartnig mit den klaren Instrumenten der konkreten Kunst: Starke Farben und einfache, geometrische Formen sind Hauptbestandteil seines Œuvres.
Innerhalb seiner verschiedenen Werkgruppen schöpft Bartnig sämtliche Variationen dieser Mittel aus. Zufälligkeiten werden mithilfe von mathematischen Formeln und Computerberechnungen ausgeschlossen. Bartnigs Zusammenarbeit mit Physikern, Mathematikern und Programmierern, unter anderem vom Zentralinstitut für Informatik und Rechentechnik in Berlin-Adlershof, erlauben ihm, sehr komplexe Bildfolgen zu entwickeln.
Nicht selten erreichen diese Serien eine große Anzahl an Bildern, die die verschiedensten Anordnungen der Elemente und Variablen in ihrem Zusammenspiel systematisch ausloten.

Horst Bartnig zählt heute zu den wichtigsten Vertretern konkreter Kunst in Deutschland.