STIFTUNG KUNSTFONDS

Elisabeth Marx

Elisabeth Marx (*1926 Bad Kreuznach) studierte von 1946-51 an der Kölner Werkschule. Sie unterbrach ihr künstlerisches Schaffen für eine kritische Werk- und Selbstreflexion und setzt ihre Malerei seit den 1960ern, stark von philosophischen und psychologischen Fragen beeinflusst, fort.

Für ihre Gemälde, Zeichnungen und Assemblagen sammelt Elisabeth Marx Gebrauchsgegenstände, die untereinander eine innere Beziehung aufzubauen und den Betrachter eigentümlich in die Kindheit zurückversetzen vermögen. Fundstücke von Puppenkörpern, Tierschädeln, Trockenblumen oder Spielzeugporzellan, Andenken an vergangene Erlebnisse und Zustände, arrangiert sie auf Tischen oder Anrichten zu surreal-atmosphärischen Stillleben zu „traumwandlerischen“ Landschaften (Marx). Elisabeth Marx entwirft Modelle und erkundet mittels Schattenwürfen und einen zurückhaltend gedämpften Farbauftrag zugleich ihre räumlichen Beziehungen und Spannungen. Die unheimliche Atmosphäre ihrer Bildwelten lebt von der Leere und Stille zwischen den Dingen, ihrer Abgeschlossenheit. Sie sind sich selbst überlassen, ihrer Zweckmäßigkeit entbunden und, wie Heinz-Norbert Jocks beschrieb „entfalten so eine poetische Dynamik“.

Elisabeth Marx übergab dem Archiv für Künstlernachlässe eine Reihe gleichförmig gerahmter Acrylgemälde, kleine Arrangements vor grauem Grundton, sowie Objektkästen zusammengesetzter Fundstücke.

 

Ausstellungen (Auswahl): 2001 Kölnisches Stadtmuseum, 1999 Galerie Timm Gierig/  Frankfurt, 1994 Rheinisches Landesmuseum Bonn, Städtisches Museum Gelsenkirchen

 

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