Jochen Gerz, Die Beschreibung des Papiers, 1968-1973 (2015/194); Foto, Tusche, Tinte auf Papier; 8 je 20,5 x 25,5 x 2,3 cm (teils gerahmt); 35 je 20,5 x 13,5 x 2,3 cm (teils gerahmt)

Jochen Gerz hat dem Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds im Rahmen eines Vorlasses ab Sommer 2013 ausgewählte Werke übergeben. Das Archiv verzeichnet die Werke, magaziniert sie im Depot und stellt sie zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und als Leihgaben für Ausstellungen in Museen zur Verfügung.

Jochen Gerz‘ frühes Werk „Die Beschreibung des Papiers“ ging in teils fertig ausgeführtem, teils vorgefertigtem Zustand ins Archiv ein. Um es langfristig magazinierbar zu halten und einer Ausstellungsinstitution als Leihgabe anbieten zu können, bedarf es einer konservatorischen Überarbeitung, für die der Künstler einen Handlungsrahmen bereits beschrieben hat.

Mögliche Ansätze auf dieser Grundlage sind die Überarbeitung von Textteilen, die per Schreibmaschine auf säurehaltigem Papier gedruckt wurden und per Kleber in einem Rahmen aus selbsterstellter Rückwand, einfachem Glas und Klebeband-Rand fixiert wurden. Hier gilt es mögliche materialbedingte Schädigungen zu verzeichnen und Vorschläge für Optimierungen zusammenzustellen oder anzuwenden.

Einige Werkteile sind neu zu rahmen, bei bereits vorhandenen Rahmen sind Reparaturen an offenen Gehrungen vorzunehmen. Nötig ist eine genaue Verzeichnung von Art und Zustand der Rahmen und das Aufzeigen konservatorisch unbedenklicher Behandlungen oder Alternativen für eine künftige Präsentation.

Eine Fotoarbeit ist konzeptuell angelegt und nach den Vorgaben des Künstlers neu auszudrucken und zu rahmen.

Ziel des Projekts ist die technische Überarbeitung und Komplettierung des Werks und die Erstellung eines Konservierungskonzepts.

 

Kontakt: Archiv für Künstlernachlässe, Pia Gamon, nachlass@kunstfonds.de