Projekte mit Künstler/innen aus Flüchtlingsländern

Seit einigen Jahren lassen sich zunehmend mehr Künstler/innen dauerhaft in Deutschland nieder und bereichern durch Ihren Migrationshintergrund außerordentlich den künstlerischen Diskurs. Die Akzeptanz und Anerkennung von Kolleg/innen mit multinationalen Wurzeln ist im Kunstbetrieb traditionell sehr hoch und bedeutet eine große Chance. Die aktuelle Flüchtlingswelle verstärkt diesen Trend der letzten Jahre.

Zur Förderung dieses Prozesses schreibt die Stiftung Kunstfonds aus Sondermitteln des Bundes ein zusätzliches Programm (SF) aus. Unkonventionelle und experimentelle künstlerische Projekt sind gefragt.

Gefördert werden Kooperationen, Projekte und Ausstellungen mit dem Schwerpunkt „künstlerische Produktion“ von und mit bildenden Künstler/innen aus den Flüchtlingsländern, die in Deutschland Asyl suchen und/oder hier bleiben wollen.

Bewerben können sich Künstler- und Kunstvereine, Städte, Gemeinden, Landkreise, Museen, Kunstschulen, Künstlerinitiativen und Kulturorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Fördersumme kann bis zu 100% der Gesamtprojektkosten, maximal 20.000 Euro je Projekt betragen.

Antragsfrist für Projekte ab Oktober 2017: 30.6.2017

Juryentscheidung: September 2017
Realisierungszeitraum: ab Oktober 2017

 

Zur Antragstellung sind erforderlich:

  1. Antragsformular mit Angaben über den Tätigkeitsbereich und die Gemeinnützigkeit
  2. konkrete Projektbeschreibung incl. vorangestellter Summary (max. 1 Seite)
  3. Kostenaufstellung (getrennt nach Personal- und Materialkosten) und Finanzierungsplan mit Angabe der beim Kunstfonds beantragten Summe und ggf. der finanziellen Beiträge weiterer Projektträger
  4. verbindliche Liste der beteiligten bildenden Künstlerinnen und Künstler mit biografischen Angaben und nach Möglichkeit Dokumentationsmaterialien zu deren künstlerischer Arbeit: Fotos/Prints (max. DIN A4) und/oder bis zu 3 Einzelkataloge, keine Gruppenkataloge. Nur für Video und Film: Werkbeispiele/Ausschnitte mit einer Gesamtlänge von 10 min. auf einer DVD mit Menüfunktion und einer Inhaltsangabe auf der Hülle

 

Vergaberichtlinien

  1. Voraussetzung für die Förderung ist die fristgerechte Einreichung eines vollständigen Antrags beim Kunstfonds in Bonn. Der Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2017. Bewerbungsunterlagen müssen bis zu diesem Termin vollständig in der Geschäftsstelle in Bonn vorliegen. Anträge per Email oder Telefax sind nicht zulässig.
  2. Die Jurierung erfolgt im September.
  3. Anträge, die nach Ablauf der Frist eingehen, werden nicht zur Prüfung zugelassen. Formlose Anträge werden nicht geprüft.
  4. Nur Materialien, die den genannten Voraussetzungen entsprechen, werden bei der Prüfung berücksichtigt. Ausgeschlossen sind Originale, Unikate und Pressetexte.
  5. Jeder Bewerber kann im Programm SF nur einen Antrag stellen. Die Antragstellung ist unabhängig von allen anderen Förderprogrammen der Stiftung Kunstfonds.
  6. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen. Es können nur solche Projekte gefördert werden, die frühestens im Oktober 2017 beginnen.
  7. Von einer Antragstellung ausgeschlossen sind Anträge von Institutionen, deren Vertreter oder Angestellte Mitglieder der Jury sind, und Angestellte der Stiftung Kunstfonds.
  8. Die Förderung von Studentinnen und Studenten ist ausgeschlossen.
  9. Projekte, die von der VG Bild-Kunst finanziell unterstützt werden, sind von der Förderung ausgeschlossen.

 

Die Stiftung Kunstfonds behandelt die eingereichten Materialien mit größter Sorgfalt. Eine Haftung für leicht fahrlässige Beschädigung kann angesichts des Umfangs der insgesamt eingereichten Materialien nicht übernommen werden. Die Rücksendung der Unterlagen erfolgt innerhalb Deutschlands als Brief oder Paket, Sonderversendungen oder der Versand ins Ausland können nur gegen Kostenerstattung ausgeführt werden. Für Verluste beim Postversand haftet die Stiftung Kunstfonds nicht. Alle Angaben und Unterlagen werden nur für Zwecke der Antragsbearbeitung und Prüfung innerhalb des Kunstfonds verwendet.