Sein 10-jähriges Bestehen feierte der Kunstfonds 1991 mit der Ausstellung Kunstfonds – 10 Jahre im Bonner Kunstverein, die bislang geförderte künstlerische Schwerpunkte präsentierte.

Mit RAM Realität – Anspruch – Medium begann 1995 die erste Wanderausstellung durch mehrere Bundesländer. Das Thema war Film-, Foto- und Videokunst. Die spezifisch künstlerischen Formu- lierungen dieser so genannten „Neuen Medien“ konnten in Karlsruhe, Bremen, Altenburg, Wiesbaden und Bonn betrachtet werden.

Auch mit vollkommen gewöhnlich eröffnete im März 1998 eine Themen- ausstellung. Ausgangspunkt bildeten Elemente und Motive der alltäglichen Umgebung, die in künstlerische Zusammenhänge transferiert und verfremdet wurden. In Installationen, Zeichnungen, Fotos und Bildern entstanden künstlerische Modell-Welten, die umso irrealer erschienen, je enger ihre Attribute der Wirklichkeit verhaftet blieben. Die Ausstellung zeigte ein Wechselspiel von Realität und Fiktion, von Bekanntem und Unbekanntem, von Gewöhnlichem und Ungewöhnlichem. Die Tournee startete im Kunstverein Freiburg und wurde dann im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, im Kunstverein Braunschweig, in der Kunsthalle Kiel und abschließend in der Kunstsammlung Gera gezeigt.

Das Kabinett der Zeichnung gab einen Überblick zu Zeichnungen der letzten 20 Jahre in Deutschland. Knapp 700 Arbeiten von 68 Künstlerinnen und Künstlern veranschaulichten das seit den letzten Jahrzehnten veränderte künstlerische Verständnis des Mediums. Neben eher klassischen Zeich- nungen gingen viele der präsentierten Werke in Material, Form, Funktion und Inhalt weit über die gewohnte Definition der Gattung hinaus und über- schritten traditionelle Grenzen. Dementsprechend entwarf Zamp Kelp eine der zeitgenössischen Zeichnung adäquate Kabinett-Architektur, die die klassische Depotsituation einer Grafiksammlung mit einer transparenten Ausstellungsarchitektur verband. Nach der Eröffnung im Herbst 2000 im Kunstverein Düsseldorf konnte das Kabinett der Zeichnung" im Kunstverein Lingen, in den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Kunstverein Stuttgart besucht werden. 

Stabile Seitenlage - Von der Komplexität bildender Kunst widmete sich 2005 der interdisziplinären Kombinationskunst ehemaliger Stipendiaten des Kunstfonds, die ihre künstlerische Aussage souverän und prägnant mit verschiedenen Medien, Materialien und Techniken formulieren.
Die Ausstellung thematisierte auch das künstlerische Werk im Fluss, in ständiger Verwandlung. Die Werke erlaubten einen direkten Einblick in den künstlerischen Entstehungprozess, der nicht geradlinig, sondern sprunghaft und bisweilen widersprüchlich verläuft. Wesentlich und allen Arbeiten gemeinsam war, dass sich die Komplexität der künstlerischen Positionen erst durch die Kombination unterschiedlicher medialer und materieller Komponenten offenbart. Die Ausstellung war im Museum Bochum, der Galerie der Künstler in München, der Hochschule für bildende Künste und dem Kunsthaus Dresden sowie im Neuen Museum Weserburg Bremen zu sehen.