Von 1983 bis 1990 zeigten einzelne Stipendiaten ihre Werke im KUNSTFONDSKUNSTRAUM in der Poppelsdorfer Allee in Bonn. Auch thematisch konzipierte Ausstellungen wie Frauen an Akademien, Lichtskulptur oder Kunst : Architektur waren dort zu sehen.

Seit dem Umzug des KUNSTFONDSKUNSTRAUM in das Bonner "Haus der Kultur" in der Weberstraße, in dem der Kunstfonds seit November 1995 beheimatet ist, zeigten dort in jährlichem Wechsel bis 2012 Stipendiatinnen und Stipendiaten speziell für diesen Ort konzipierte Kunstwerke.

Ausstellungsansicht Edwin Schäfer, © Edwin Schäfer / Foto: Manfred Kohlhaas

Den Anfang machte Katja Hajek mit ihrer "Treppenhausmalerei", danach zeigten Maik und Dirk Löbbert "Stromlinie – Lichtblick". Andrea Ostermeyer installierte "Gelb am Horizont" und Edwin Schäfer überzog das Treppenhaus mit einer Wandzeichnung. Tatjana Dolls "Treppenwitz" kommentierte mit großformatigen Acrylgemälden die hauseigenen Sicherheitsvorschriften. Anschließend eignete sich Lucy Harvey das "Haus der Kultur" mithilfe ihres Lebensführers an und widmete diesem das Kapitel "Gewöhnung an fremde Räume". Nach Marc Brandenburgs "Distortions" waren Skulpturen und Zeichnungen von Thaddäus Hüppi zu sehen und Heike Weber zeichnete das "Glück". 

Ausstellungsansicht Heike Weber, © Heike Weber / Foto: Carl-Victor Dahmen

 

Jürgen Stollhans zeigte großformatige Linolschnitte unter dem Titel "Besten Dung, besten Dung, gibt uns die Erinnerung" und Peter Piller löste "Ungeklärte Fälle" im Haus der Kultur. Auch Ralf Tekaat stellte das Haus "Unter Beobachtung" und war mittels umfangreicher Collagen auf der Suche nach dem amerikanischen Kultautor Thomas R. Pynchon. Wohltuende "Fernwärme" lieferte Ina Weber und Frank Hesse äußerte sich zu "De ou par Marcel Duchamp". Luka Fineisen dagegen untersuchte "flüssig- kristalline phasen" und ließ semitransparente Cellophanskulpturen durch das Treppenhaus mäandern.

Ausstellungsansicht Monika Stricker, © Monika Stricker / Foto: Anne Pöhlmann

Monika Stricker erweiterte für die Ausstellung "Malfunctioning Ejection" ihr Vokabular um einen Schauspieler, der durch seine Aktionen die Ausstellungs- elemente – Narkosegerät, Schreibmaschine, Salz, Erde – reanimiert und sie noch einmal in den Status der Requisite überführt. Jörn Stoya inszenierte für seine "instrumentals" Spiegelungen und Spiegel-Effekte auf unterschiedlichste Weisen als räumliche Darstellung des menschlichen Unterbewusstseins.