9. bis 30. September 2012

Ausstellungsansicht Herbert Kaufmann, Foto: Stiftung Kunstfonds

Mit der Ausstellung von Herbert Kaufmann (1924 Aachen - 2011 Düsseldorf), einem damaligen Neuzugang im Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds, gewährte das Archiv im September 2012 erneut einen kleinen öffentlichen Einblick in seine Bestände.

Die Ausstellung zeigte die Arbeitsweise von Herbert Kaufmann, der unter dem Einfluss des französischen Informel ab den frühen 1950er Jahren in Düsseldorf arbeitete. Nach seinem Studium an der Akademie war er Mitglied der »Gruppe 53«, einer freien Künstlergruppe Düsseldorfs in einer Zeit, in der von der Düsseldorfer Kunstszene nahezu alle maßgeblichen Strömungen für die weitere Entwicklung deutscher Kunst ab 1945 ihren Ausgang nahmen. Von Kaufmann wurden im Archiv für Künstlernachlässe Collage-Bilder und Arbeitsmaterialien aus dem Atelier ausgestellt.

Herbert Kaufmann begann seine Collagenbilder mit Hilfe schwarz-weißer, später auch farbiger Tageszeitungen und Zeitschriften, aus denen er Ausschnitte auf die Leinwand klebte. Ab den 1980er Jahren benutzte Kaufmann Kartonagen, deren Materialstruktur ihn interessierte. Er klebte die Pappen mit Hilfe von Ponal (Holzleim) auf die Bildfläche und bearbeitete sie mit Reiß- und Kratzspuren, um ihre Oberflächenwirkung zu variieren.

Die Ausstellung wurde unterstützt durch die VG Bild-Kunst.


Herbert Kaufmann

Ausstellungsansicht Herbert Kaufmann, Foto: Stiftung Kunstfonds