27. Februar bis 13. März 2016
Winterrefektorium der Abtei Brauweiler

Eine Kooperation der Stiftung Kunstfonds und des Kunsthistorischen Instituts der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf

Ausstellungsansicht mit Werken von Bernd Damke und Ludger Gerdes, Foto: Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Die Ausstellung zeigt drei künstlerische Positionen zur Auffassung und Wahrnehmung von Räumen und Flächen, zusammengestellt und präsentiert von angehenden Kunsthistorikerinnen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Ergebnis einer Übung zur Kunstvermittlung unter der Leitung von Dr. Dagmar Täube.

Ausstellungsansicht mit Werken von Ludger Gerdes und Jockel Heenes, Foto: Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Übergreifendes Motiv der ausgestellte Werke, die von den Studierenden aus den Beständen des Archivs für Künstlernachlässe ausgewählt wurden, ist die Auseinandersetzung von geometrischen Körpern, architektonischen Formen und deren Auflösung in eine abstrakte Bildsprache. Im Spiel von Zwei- und Dreidimensionalität wird der Besucher aufgefordert, sich Gedanken zu machen zur Frage: Was ist der Raum für die Kunst und wie beeinflusst die Kunst den Raum? Das Winterrefektorium im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, das ursprünglich als saisonal genutzter Speisesaal der Mönche diente, tritt als Ausstellungsraum mit seiner historischen Ästhetik in einen spannenden Dialog mit den zeitgenössischen Kunstwerken.

Ausstellungsansicht mit Werken von Bernd Damke und Ludger Gerdes, Foto: Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

In Bernd Damkes (geb. 1939) ausgestellten frühen Bildern setzt er sich mit dem Verhältnis von Raum und Fläche auseinander, löst sich immer weiter von gegenständlichen Motiven und definiert den Bildraum über reine Farbe und Form. Von Ludger Gerdes (1954 – 2008) werden Bilder und Skulpturen ausgestellt, die Architekturformen und bühnengleich eingestellte Figuren zeigen. Sie spielen mit den kunstimmanenten Raumzonen genauso wie mit einer Bezugnahme auf den umgebenden Raum. Jockel Heenes‘ (1947-2004) bildnerische Simulationen stellen dem fotografierten Außenraum eine gemalte skulpturale Form ein, die sich auch als dreidimensionales Werk in der Ausstellung wiederfindet.

Ausstellungsansicht mit Werken von Ludger Gerdes, Foto: Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Die Studentinnen Lisa Albersmeier, Aleksandra Franas, Selin Hamuryen Bader, Lola Herzog, Moira-Lou Kröll und Linda Miesen haben aus einer Vorauswahl des Künstlerarchivs der Stiftung Kunstfonds die finale Werkauswahl für die Ausstellung getroffen und dabei auf Ausstellbarkeit, inhaltliche und stilistische Bezüge der Werke geachtet. Die Teilnehmerinnen recherchierten mit Hilfe der umfangreichen Archiv-Bibliothek zu den Werken der ausgewählten Künstler, um die drei Positionen unter einem übergeordneten Titel für die Ausstellung zusammen zu fassen. Teil der Übung wird es auch sein, das Konzept im Rahmen der Eröffnung mündlich vorstellen, als Besucherbetreuerinnen zu erläutern und in Texten für eine Saalzeitung aufzubereiten. Insofern können die Studentinnen die Ausstellungsorganisation an einem konkreten Beispiel von der Konzeption über die Exponate-Auswahl, den Ausstellungsaufbau, den Einladungs- und Presseversand bis zur Vermittlung in gruppendynamischer Abstimmung anhand praxisgetreuer Zeit- und Kostenpläne mit Unterstützung des Archivs für Künstlernachlässe realisieren.

Gezeigt wird die Ausstellung vom 27. Februar bis zum 13. März 2016 im Winterrefektorium des LVR-Kulturzentrums Abtei Brauweiler, Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim. Die Öffnungszeiten sind von Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 16 Uhr. Kontakt: Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds: nachlass@kunstfonds.de, Tel. 02234-435 1420.

Ausstellungsansicht mit Werken von Ludger Gerdes und Jockel Heenes, Foto: Stiftung Kunstfonds, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016